• Ehemaliger Festplatz in Mörfelden
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Errichtung von drei Wohngebäuden

Am ehemaligen Festplatz in Mörfelden wurden drei Baukörper mit insgesamt 30 sozialgebundenen Wohnungen errichtet.

Beschreibung

In den Proportionen bilden diese einen Übergang zwischen den Solitären der Sporthallen und des Altenhilfezentrums und den eher kleinteiligen Wohngebäuden an der Bürgermeister-Klingler-Straße. Dies drückt sich auch in der Höhenentwicklung aus, die zum Festplatz hin drei Vollgeschosse aufweist und in Richtung der vorhandenen Wohnbebauung zweigeschossig wird.

Die Ausrichtung dieser Wohngebäude ergibt sich aus der Umgebungsbebauung, bzw. dem Zuschnitt des Grundstücks. Die Erschließung der Wohnungen erfolgt über im Norden und Osten liegende Treppenhäuser. Folgerichtig orientieren sich die Wohn- und Gemeinschaftsräume bzw. die Balkone und Terrassen nach Süden und Westen. Die Gebäude sind dabei so angeordnet, dass im Zentrum der Anlage ein Grünbereich entsteht, der als gemeinschaftlich zu nutzender Außenraum allen Mietern zur Verfügung steht.

Während also städtebaulich die vorhandene Bebauung das Maß vorgibt, geht die Architektursprache an dieser Stelle einen eigenen Weg. Mit klar strukturierten Umrissen und Fassaden setzen sich die drei Gebäude eindeutig von der eher heterogenen Nachbarbebauung ab. Durch eine individuelle Farbgestaltung insbesondere der Balkone, wird innerhalb der Anlage jedes Haus für sich akzentuiert, ohne dabei aus dem Gesamtrahmen zu fallen.

Wir hatten uns für möglichst kompakte Baukörper entschieden, die nicht zuletzt durch den Verzicht auf geneigte Dächer ein hervorragendes Volumen-Wohnflächen-Verhältnis aufweisen. Dies – und der Verzicht auf ein Untergeschoss – waren Voraussetzung dafür, dass die Kennwerte für Kosten (Kostenberechnung -10%) und Energie auf einem sehr guten Level zu liegen kamen. Die Flachdächer sind vollflächig mit Photovoltaik-Anlagen belegt, über die ein wesentlicher Teil des Strombedarfs abgedeckt wird, die Bedarfe an Wärme werden über eine zentrale Nahwärmeversorgung gedeckt. Die ansonsten in Kellern üblichen Abstellflächen wurden – wenn auch in deutlich reduzierter Form – separat in jeder Wohnung dargestellt. Für die Fahrräder ist eine nutzerfreundlich ebenerdige, abschließbare und regengeschützte Fahrradgarage realisiert worden.

Die Gesamtwohnfläche beträgt ca. 1.800 m2. Alle Wohnungen im Erdgeschoss sind barrierefrei ausgebaut, davon je Haus eine Wohnung auch rollstuhlgerecht.

Der besonderen Belastung des Standorts durch Außenlärm (Schienen-, Luft- und Straßenverkehr) wurde u.a. mit kontrollierten Lüftungseinrichtungen und Fenstern der Schallschutzklassen 3 und 4 begegnet.