• Buddhistenzentrum Walldorf
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Neubau eines buddhistischen Versammlungs­zentrums

Das neue europäische Zentrum einer großen buddhistischen Glaubensgemeinschaft ist als Versammlungsort für internationale Treffen der in ca. 190 Ländern vertretenen Mitglieder konzipiert.

Aufgabe

Der Bauherr legte besonderen Wert auf eine flexible Raumnutzung. Der Versammlungssaal mit ca. 500 Sitzplätzen ist über einen T-förmigen Grundriss mit dem Foyer verbunden und lässt sich fast auf der gesamten Breite öffnen. Dies ermöglicht die Erweiterung um 200 Plätze. Ein größerer Seminarraum ist ebenfalls über eine Mobilwandanlage zum Foyer zuschaltbar. Die Verwaltungsräume befinden sich im oberen Teil des 2-geschossigen Eingangsbaukörpers.

Gestaltung

Die Positionierung und die Grundrissgestaltung des Gebäudes schaffen klare Bezüge zu dem großen, mit teilweise älterem Baumbestand bewachsenen Außenraum. Die Lage auf dem Eckgrundstück bot die Möglichkeit, die Versammlungsräume zum Außenraum hin zu öffnen. Die Straßenfassaden bleiben, bis auf den zweigeschossig verglasten Eingangsbereich, relativ geschlossen. Der Versammlungssaal wird über ein dachseitiges Oberlichtband auch an der Nordseite belichtet, was zu einer gleichmäßigen Tageslichtverteilung im Raum führt.

Um die fast vollständig verglaste Südfassade des Saales gegen zu intensiven Lichteinfall zu schützen, wurde dort ein feststehender Sonnenschutz aus dreidimensional verformten, goldfarbig eloxierten Lochblechen eingesetzt. Im Raum entsteht dadurch eine weiche, fast gardinenartige Durchsicht auf das Außengelände. Über Innenverschattungen lässt sich der Tageslichteinfall zusätzlich steuern.

Für die Außenanlagen wurde ein Landschaftskonzept entwickelt, das sowohl weitläufige Sichtbeziehungen als auch intimere Raumbereiche ermöglicht. Sanfte Hügelgestaltungen und geschwungene Wegführungen integrieren geschickt die Versickerungsmulden für das gesamte anfallende Niederschlagswasser des Gebäudes und der befestigten Außenflächen.

Der Neubau liegt in einem kleinen Gewerbegebiet südlich des Frankfurter Flughafens auf einem ca. 12.000 m2 großen Eck-Grundstück.